Christian Sedell, Sprechen mit Steinen - Megalitskulpturen und Menhire,
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oder im Buchhandel, zum Preis von 29.90 €, ISBN 978-3-937117-72-0
In vielen Bildern zeigt der Autor bislang kaum beachtete Zeugnisse einer uralten Kultur, mitten in Europa: steinerne Kunstwerke – Megalithskulpturen und Menhire. Ihre Mächtigkeit erstaunt und hebt sie auf ein ungeahnt, bedeutendes Niveau. Was verbindet die großen Steine in den abgelegenen Tälern und Wäldern der Oberpfälzer Landschaft mit den Dolmen und Menhiren, den weltberühmten steinzeitlichen Monumenten der Bretagne? Muss die europäische Menschheitsgeschichte um ein neues Kapitel erweitert werden?
" ... ein prächtiger Bildband, ...eine literarische Liebeserklärung an die unterschätzte Oberpfalz. " apz-Der Neue Tag

Was aber wären die Folgen, sollten sich seine Thesen bewahrheiten? – Dann würden sie weit über die Geologie hinausreichen und beträfen ebenso die archäologische wie die früh- und kunstgeschichtliche Forschung. Die Bedeutung von einzigartigen kulturhistorischen Objekten für die Region der nördlichen Oberpfalz und auch für den Tourismus wäre kaum absehbar. Ein Blick auf die Besucherströme von Carnac oder zur bronzezeitlichen Himmelsscheibe von Nebra vermittelt eine Idee davon. Vielleicht zeigt sich dann, dass die Oberpfalz doch viel mehr mit der Bretagne gemein hat als den Granit.”

Sedell tut das allerdings nicht selbst, er kann es auch nicht. Er ist weder Archäologe noch Historiker. Er ist Künstler, Bildkünstler. Er ist ein Augenmensch, gewissermaßen ein Seher. Und vom Sehen handelt sein Buch auch vorrangig.
Sedell betrachtet, nein, er besieht Steine und lässt seine Leser an seiner Besichtigungsweise teilhaben, die so ganz anders ist als die der meisten Menschen. Man könnte sie „interaktives Sehen“ nennen. Er zeigt, dass Sehen für ihn keine Einbahnstraße für visuelle Informationen ist, sondern eine Kommunikationsform, Sehen als visuelle Kommunikation. „Sprechen mit Steinen“ ist ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht und vielleicht auch eine Anleitung zu dieser anderen Art zu sehen.
Es lag für ihn natürlich nahe, Steine und Felsen zu besehen, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft zum eigenen Wohnort in der Oberpfalz finden. „Weißenstein“ und „Wolfenstein“ wurden sicher schon von vielen Menschen über die Jahrhunderte hinweg besehen und bewundert, aber auch den professionellen Blicken von Geologen wurden sie schon unterzogen, dennoch hat noch niemand gesehen, was Sedell nun entdeckt hat: Diese Felsen müssen schon in der Steinzeit von Menschenhand bearbeitet worden sein. Sedell befragt die Steine intensiv und lässt kaum einen Zweifel zu: Die Oberpfalz, insbesondere das Naabtal, ist reich an bislang unentdeckten frühgeschichtlichen Monumenten. Diese Gegend muss demnach schon in der Steinzeit besiedelt gewesen sein. Davon wissen die Geschichtsbücher bislang nichts. Wissen spiegelt allerdings nur den augenblicklichen Erkenntnistand. Wolfgang H. Runge
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